Rivers and Tides

 

Deutschland/Schottland 2001

 
 
Rivers and Tides

Regie: Thomas Riedelsheimer
Kamera: Thomas Riedelsheimer
Schnitt: Thomas Riedelsheimer
Musik: Fred Frith
Ton: Jane Porter, Colin Hood, Brian Howell, Pepe Kristl, Thomas Schwarz
Mit: Andy Goldsworthy
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
Englisch / dt+f UT

   
 

Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Seine Kunst mit der Natur ist meditativ und geht direkt ins Herz: Er macht mit überraschenden Vorgängen in der Natur die Natur zur Künstlerin. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. Goldsworthy ist ein Künstler, so die FAZ, „der jeden Tag ins Freie geht und in der Natur Skulpturen formt, aus Blüten und Blättern, Gräsern und Hölzern, aus Stein und Schnee“. Für die Zeitschrift ‚Natur‘ ist Goldsworthy „einzigartig, ein Magier, der mit den Naturkräften im Bunde ist. Er arbeitet in der Natur, mit der Natur und letztendlich auch für die Natur“. Goldsworthy gilt heute – neben Richard Long – als bedeutendster Vertreter der Land-Art.
Bisher haben allein Goldsworthys Fotografien seine kurzlebigen Arbeiten in der Vergänglichkeit der Zeit festgehalten. Erstmals nun hat der Künstler erlaubt, dass ein Filmteam ihn bei seiner künstlerischen Arbeit begleitet. Regisseur Thomas Riedelsheimer beobachtet ihn im Verlauf der vier Jahreszeiten mit grosser, sozusagen elementarer Geduld bei wichtigen Arbeiten in Kanada, in den USA und in Europa. Entstanden ist ein Film, „der der Versuchung, selbst Kunst machen zu wollen, nicht erliegt“.
 
«Die Frage, ob Kunst von Dauer sein sollte oder nicht, stellt sich in dieser Form für mich nicht. Die Vergänglichkeit meiner Arbeit reflektiert lediglich, was in der Natur bereits vorhanden ist, und sie sollte nicht mit einer prinzipiellen Kunstauffassung verwechselt werden.» Andy Goldsworthy

   
 

«Kunstwerke von atemberaubender ästhetischer Grösse... Regisseur Riedelsheimer schenkt uns dazu Bilder voller Licht, Farbe und meditativer Kraft.» Zitty Berlin
 
«Ein Film von kristalliner Schönheit... Riedelsheimer begleitet den Künstler auf seinen Streifzügen und dokumentiert geduldig den Prozess des Entstehens und Verschwindens. Seine Kamera verdichtet solche Momente zu Artefakten von hoher Komplexität, die frei sind von jeglicher mysteriöser Spiritualität. Denn bei allem faszinierten Staunen und meditativen Verweilen folgt der Film wie die Arbeit Goldsworthys dem Pragmatismus der Natur und reproduziert ihre Schönheit als Kunstwerk.» Schnitt Filmmagazin
 
«Ein wirklich visueller Film, mit wirklichen Kinoqualitäten. Das muss auf der grossen Leinwand genossen werden, auch wegen der schönen Musik von Fred Frith (bekannt aus ‚Step Across The Border‘)!» Radio One
 
«Faszinierend ist, wie Riedelsheimer das Handwerkliche dieser Kunst, den körperlichen Einsatz, nachfühlt. Man meint die Kälte zu spüren, wenn Goldsworthy mit blossen Händen mit Eis arbeitet; man begreift, was es heisst, schwere Steine zu cones mühsam aufzuschichten ... Und während man dieser Arbeit zusieht, begreift man, was der Künstler erzählt: Dass er versucht, Stein zu verstehen; wie er der Energie des Lebens und dem Fluss in der Natur nachspürt, und dass die totale Kontrolle der Tod seiner Arbeit wäre.» epd Film
 
«RIVERS AND TIDES ist ein visuelles und akustisches Abenteuer. Gleichzeitig ein universelles, symbolstarkes Plädoyer für den Respekt gegenüber der Natur.» Programmzeitung

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