LOVE, Inc.

 

USA/Schweiz 1985

 
 
LOVE, Inc.

Regie: Franz Walser
Kamera: Bernhard Lehner
Schnitt: Peter Latex
Ton: Pawel Wdowczak
Mit: Bob Snead, Anna Royal, Sean Michael Rice
 
16mm - Farbe - 43 Minuten
Englisch / dt UT

   
 

Über das Video-Kontaktinstitut ,,LOVE, Inc." lernt George Bowman, Physiognomie-Designer in Los Angeles, das Fotomodell Tamara Sundale kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch beim Blick auf den Bildschirm bleibt es. Persönliche Kontaktaufnahmen scheitern immer wieder. Das Fotomodell Tamara jettet um die Welt, George bleibt nur ihr Bild auf dem Monitor.
Die nur über Video-Tapes und Anrufbeantworter entstandene Beziehung vertieft sich, wird sogar intim.
Doch George - der auf seinem Bildschirm aus dem Nichts Computer-Bilder von scheinbar lebenden Personen entstehen lassen kann - beginnt allmählich zu zweifeln: Gibt es Tamara, die als ,Woman of the Eighties' von Zeitschriften-Covers und Plakatwänden lächelt, überhaupt?

   
 

«Das Beklemmende an diesem munter inszenierten Film ist, dass die moderne Kommunikations- technologie in der Tat die persönliche Kommunikation immer mehr an den Rand zu drängen droht. So fiktiv, wie er im ersten Augenbhck erscheint, ist dieser kluge Film gar nicht.» Zoom
 
«Franz Walser führt diese Geschichte zu einem absurd-witzigen Ende. Er schneidet in seinem leichthändig und unterhaltsam inszenierten Film raffiniert eine ganze Reihe von Zeit-Themen an; so etwa das Geschäftemachen mit Sehnsüchten, die Technisierung der Kommunikation, die direkte Kontakte immer mehr unnötig macht, oder den zunehmenden Realitätsverlust in einer von Medienreizen überfluteten Welt. Illusion und Wirklichkeit sind ebenso Themen dieses Films wie die Frage nach der Authentizität von Gefühlen. (...) Eigentlich ist ,LOVE, Inc.' aber eine Liebesgeschichte. Und dazu gehört ein Happy-End, wenn es hier auch ganz schön ironisch ausfällt» Berner Zeitung
 
«,LOVE, Inc.' ist ein schreckliches Märchen. Schrecklich, weil es den galoppierenden Realitätsverlust beschreibt; Märchen, weil man am Schluss mit amüsiertem Entsetzen anfügen könnte ,... und wenn sie nicht gestorben sind...'. Die Helden richten sich in ihrem Realitätsverlust ein, bequem und vernünftig. (...) Ironisch, ja sarkastisch ist diese Geschichte, böse und doch ganz lieb erzählt.» Tages-Anzeiger
 
«Der Autor entwickelt in einer knappen dreiviertel Stunde ebenso witzig-eleqant wie überzeugend das Thema eines computergenerierten Menschenbildes wie dasjenige einer in Ersatzhandlung verkümmernden Zivilisation.» Neue Zürcher Zeitung

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