Le Cerf-volant

 

Frankreich/Libanon 2003

 
 
Le Cerf-volant

Regie: Randa Chahal Sabbag
Drehbuch: Randa Chahal Sabbag
Kamera: Alain Levent
Schnitt: Marie-Pierre Renaud
Musik: Ziad Rahbani
Mit: Flavia Béchara, Ziad Rahbani, Randa Asmar, Julia Kassar
 
35mm - cinemascope - Farbe - 90 Minuten
Arabisch/ d+f UT

   
 

Am Tag ihrer Hochzeit wird Lamia, ein junges Mädchen von 16 Jahren, zum ersten Mal den Stacheldraht 'überqueren', der ihren Teil des Dorfes von jenem trennt, in dem ihr zukünftiger Ehemann lebt.
Lamias Dorfteil ist im Libanon, das Dorf von Samy wurde von Israel annektiert.
Nur die sich Versprochenen dürfen diese Grenze überschreiten - und zurück können sie erst wieder im Sarg...
Lamia lässt alles zurück: ihre Familie, ihren kleinen Bruder, mit dem sie immer im Grenzstreifen Papierdrachen steigen liess, die Schule, ihre Freundinnen, ihre Mutter, ihre Vergangenheit.
Auf dem Weg durch das verminte Niemandsland begegnet sie dem jungen Grenzsoldaten - und die beiden verlieben sich ineinander...
 
Randa Chahal Sabbag, Tochter einer Libanesin und eines Irakers, hat in ihrem intensiven Drama die politische Trennung eines Dorfes poetisch überwunden:
Diese Geschichte hätte sich auch an der türkisch-griechischen Grenze abspielen können, wo 180 km Stacheldraht die so genannte «Attila-Linie» bilden, aber auch in Korea oder anderswo… Diese Geschichte ist dort möglich, wo Grenzen den Anderen zum Fremden, zum Feind machen.
Ich wollte von der Grausamkeit der Schicksale sprechen, vom Identitätsverlust, von der Absurdität der Grenzen und von der willkürlichen Annexion von Dörfern.
Ich wollte ohne Hass vom Krieg sprechen.
Dazu musste ich Schatten mit Mobilität verbinden, den Glauben verwerfen, alles in Zweifel ziehen und dem Ganzen eine visuelle Form geben… Dazu brauchte ich eine Liebesgeschichte, die sich an einer Grenze abspielt, in der kein Schuss fällt und nie von Frieden gesprochen wird.
LE CERF-VOLANT ist in erster Linie eine Geschichte von Liebe, Sehnsucht und Unheil. Randa Chahal Sabbag

   
 

«Eine Hymne an Frieden und an Toleranz. Sabbag versteht es, tiefe und starke Gefühle aufleben zu lassen. Ihr DRACHEN (= LE CERF-VOLANT) – voll wilder Phantasie, tiefem Schmerz und viel Kraft – erhebt sich in den Himmel und überwindet aufs wunderbarste alle Grenzen.» Le Figaro
 
«Treffend, sehr humorvoll und wunderbar. Ein Film mit starken Frauen.» Movies UK
 
«Ein burleskes Drama, eine verdammt kraftvolle Inszenierung, grossartige Aufnahmen ... weit tiefschürfender und intelligenter als die meisten Filme dieses Genres.» L’Express
 
«Die Tragik der Situation ist implizit. Und eine der grossen Stärken dieses Films ist die Spannung, die allein durch gewöhnliche Alltagshandlungen hervorgerufen wird.» echo magazine
 
«Ein universeller Film, der – auf dem Hintergrund von Krieg, geografischer, politischer und kultureller Abschottung – zeigt, dass Liebe und die Kenntnis des anderen die besten Waffen sind, um die Grenzen niederzureissen und einen Friedensprozess in Gang zu bringen.» Figaroscope
 
«... geht unter die Haut... und die Musik begleitet die Bilder aufs Schönste.» Kokaeen

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