Brothers

 

Dänemark 2004

 
 
Brothers

Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Anders Thomas Jensen, Susanne Bier
Kamera: Morten Søborg
Schnitt: Pernille Bech Christensen
Ton: Per Streit
Mit: Ulrich Thomsen, Connie Nielsen, Nicolaj Lie Kaas
 
35mm - Farbe - 110 Minuten
Dänisch/dt und franz UT

   
 

Sechsfach nominiert für den Europäischen Filmpreis 2005, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller.
 
Michael (Ulrich Thomsen) ist einer dieser Männer, die das Glück gepachtet zu haben scheinen - eine glänzende Karriere in der Armee, eine Bilderbuchehe mit seiner schönen Frau Sarah (Connie Nielsen), zwei aufgeweckte Kinder. Sein jüngerer Bruder Jannik (Nikolaj Lie Kaas) ist das schwarze Schaf der Familie, ein eher erfolgloser Typ, der wegen eines Banküberfalls im Gefängnis sass und nach der Entlassung seinen Platz im Leben sucht. Als Michael bei einem Afghanistan-Einsatz vermisst und für tot erklärt wird, hilft Jannik der trauernden Sarah über die schlimme Zeit hinweg und übernimmt erstmals so etwas wie Verantwortung, für sich und für die Familie. Langsam spüren sie, dass es mehr sein könnte als simple Sympathie, die sie verbindet.
Doch dann kommt der totgeglaubte Ehemann, der als gefangener UN-Soldat die schrecklichste Prüfung seines Lebens bestehen musste, zurück: ein fremder und traumatisierter Mann. Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.
 
Thematisch an ihren letzten Film OPEN HEARTS anschliessend, erzählt Susanne Bier von Leben, die in Sekundenbruchteilen auseinanderfallen. Von rigiden Dogma-Regeln befreit und in stilistisch brillanter Form erzählt sie von ganz normalen Menschen und ihren Verwundungen der Seele, der Zerstörung der Psyche durch einen brutalen Krieg, bei dem die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.
 
Ein emotional enorm wuchtiges Beziehungsdrama über die Kraft der Liebe, den Glauben an das Leben, die Hoffnung auf Vergeben. Gleichzeitig ist BROTHERS ein starker Antikriegsfilm – nicht ‚nur’ in Zeiten bewaffneter Konflikte.

   
 

«Souverän, bewegend und unsentimental. Susanne Bier gelingt das, was die besten Filme des dänischen Kinos auszeichnet: Ihr Familiendrama führt in menschliche Grenzsituationen mit hochkochenden Emotionen und wird doch niemals sentimental. Diese Bodenhaftung verdankt der Film den betont realistischen Dialogen und dem Spiel der ausgezeichneten Darsteller.» züri-tipp des Tages-Anzeiger
 
«Getragen von ausgezeichneten Schauspielern gelingt Susanne Bier ein intensiver Film, der im Hier und Jetzt verankert ist und doch weit darüber hinausweist. Heftiges und bewegendes Kino der Extraklasse...» kino-zeit.de
 
«Ganz exzellent! – Ein kühles, eindringliches Melodram, das beschreibt, wie Europäer die neuen Kriege erleben, an denen sie sehr wohl beteiligt sind.» Frankfurter Rundschau
 
«Ein sehr ehrlicher Film des jungen dänischen Kinos – einem Kino, das nach dem Hype um die Dogma-Regeln immer noch – oder jetzt erst recht – überraschen kann mit unverfälscht realistischen und bewegend menschlichen Geschichten.» critic.de
 
«Exzellent gespielt, bisweilen erschütternd hart und stilistisch herausragend.» Programmkino.de
 
«Mit OPEN HEARTS begeisterte Susanne Bier vor drei Jahren das Publikum, mit BROTHERS trifft sie uns wieder mit schmerzlicher Intensität mitten ins Herz.» Blickpunkt Film

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