Erinnern

 

Schweiz 2005

 
 
Erinnern

Regie: Bruno Moll
Kamera: Edwin Horak
Schnitt: Loredana Cristelli
Ton: Balthasar Jucker
Produktion: T & C Film AG
Mit: Lucette Achermann, Ernst Keller, Lilav Jan, Leo und Richarda Lys, Otto Spirig, Susanne Ulrich
 
35mm - Farbe - 84 Min Minuten
Dialekt und Deutsch/dt+franz UT

   
 

«Es ist möglich, fast ohne Erinnerungen zu leben, es ist aber ganz und gar unmöglich, ohne Vergesen überhaupt zu leben.» Friedrich Nietzsche
 
Die Natur der Erinnerung gleicht einem breiten Fluss voller Treibgut. Was wir sind, ist Erinnerung. Ein unfassbarer Strom individueller und kollektiver Zeugnisse bestimmt unser aktuelles und zukünftiges Leben. Sie bilden das Fundament unserer Existenz.
Der Film ERINNERN beschäftigt sich mit dem Phänomen Erinnerung. Wie ist Erinnerung beschaffen? An was erinnern wir uns? Wie erinnern wir uns? Welche Bedeutung hat diese Erinnerung für unser Leben? Was lernen wir aus unseren Erinnerungen? Welche Bedeutung hat das Vergessen? Auf diese Fragen versucht der Film Antworten zu geben. Im Zentrum stehen Menschen mit ihren in diesem Kontext gemachten, psychischen und physischen Erfahrungen.
ERINNERN zeigt die Erinnerungswelten eines Globetrotters, wird Zeuge der traumatischen Erlebnisse einer Kurdin, vermittelt Erkenntnisse einer Anthropologin, begleitet eine schweizerisch-jüdische Familie bei ihrer historischen Spurensuche und gibt einen Einblick in die Arbeit eines Musiktherapeuten und einer Biografin, die anderen Menschen helfen, Erinnerungen an weit zurückliegende Erlebenisse wachzurufen oder zu verarbeiten.
ERINNERN bietet dem Betrachter ein Panoptikum erzählerischer Miniaturen, die assoziativ montiert einen Dialog mit der eigenen Geschichte ermöglichen.

   
 

«Der präzise Beobachter Bruno Moll zeigt respektvoll, warum schicksalhaftes Erinnern ein ethisch-moralischer Nährstoff für die Bewältigung des Lebens an sich ist.» ProgrammZeitung Basel
 
«ERINNERN lotet auf eindringliche und zum Teil auch überraschende Weise höchst unterschiedliche Bereiche des Verdrängens und Vergessens, Bewahrens und Gedenkens aus.» Neue Zürcher Zeitung
 
«Bilder, Worte, Musik sind die Elemente, aus denen sich hier ein Panorama oder ein Gewebe der Erinnerung formt, das von Glücksmomenten bis an den Rand des Infernos führt.» Der Bund Bern
 
«Wege, die das Erinnern geht, interessieren den Autor. Erinnerung ist eine Dimension, mit der sich Bruno Moll im Laufe seines langjährigen filmischen Schaffens oft befasst hat. In "Gottliebs Heimat" erzählt ein 90-jähriger Amerika-Auswanderer aus seinem Leben, und der in Bern lebende Oltner Bruno Moll sucht seine Bilder, schon damals mit Edwin Horak, in der Gegenwart. Das gibt dem Lebensbericht seinen Eigenwert. "Das ganze Leben" ist mehrschichtiges Porträt einer Unangepassten. "Hammer", Rückblick auf eine Epoche, wurde als Spielfilm an authentischem Ort, dem Oltner "Hammer" kurz vor dem Abriss, gedreht. Dann "Gente di mare", im Altersheim der Seeleute in Camogli aufgenommen, wo die Männer vom Meer in die Weite und in ihre vergangenen Jahre blicken: Jeder dieser Filme vergegenwärtigt Erinnerungen, gibt ihnen einen filmischen Raum.» Solothurner Zeitung

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