Sehnsucht

 

Deutschland 2006

 
 
Sehnsucht

Regie: Valeska Grisebach
Drehbuch: Valeska Grisebach
Kamera: Bernhard Keller
Schnitt: Bettina Böhler, Valeska Grisebach, Natali Barrey
Ton: Raimund von Scheibner, Oliver Göbel
Mit: Andreas Müller, Ilka Welz, Anett Dornbusch
 
35mm - Farbe - 88 Min. Minuten
Deutsch

   
 

Wenn man an einem anderen Ort wäre, einen anderen Menschen getroffen, sich anders entschieden hätte, sich trauen würde ...
In überraschender und berührender Balance zwischen Realismus und Melodram erzählt Sehnsucht von der Liebe zwischen Markus und Ella, von einem Glück, dessen schwacher Punkt seine Unbedingtheit ist.

 
Ein Mann und eine Frau leben in einem Dorf in der Nähe von Berlin.
Die Stadt scheint weit weg zu sein. Sie lieben sich seit Kinderzeiten. Unzertrennlich.
 
Beide sind Anfang dreissig. Markus ist Schlosser und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Ella arbeitet ein paar Stunden in der Woche als Haushaltshilfe und singt im Chor.
Von anderen werden sie staunend, fast misstrauisch beäugt, da sie so glücklich scheinen, unschuldig und manchmal ahnungslos wie zwei Kinder.
 
Markus besucht ein Schulungsseminar der freiwilligen Feuerwehr in der Kreisstadt.
Abends wird viel getrunken, gelacht und getanzt. Am nächsten Morgen wacht Markus
in der Wohnung der Kellnerin Rose auf und kann sich nur an wenig erinnern.
Als er versucht herauszufinden, was geschehen ist, ist das der Anfang einer anderen, ungewohnten Liebe, die die Liebe zu seiner Frau nicht zu berühren scheint.

   
 

«Eine schlichte wie ergreifende Geschichte von der stärksten aller menschlichen Sehnsüchte: Der Sehnsucht nach der grossen Liebe, die im Leben zwei Seelen zusammenführt und den Tod überdauert.» Programmkino.de
 
«Ein sensationell unsensationeller Film: SEHNSUCHT löst ein, was er verspricht.» taz
 
«Es ist fast unfair, einen der drei herausragenden Darsteller besonders hervorzuheben. Ilka Welz gelingt es in der Rolle der Ehefrau, ihre Liebe so wirklich erscheinen zu lassen, dass man sie beinahe körperlich zu spüren scheint. Anett Dornbusch drückt in wenigen Szenen und Worten unendlich viel aus, und Andreas Müller vermag durch kleinste Blicke und Gesten seinen emotionalen Aufruhr auszudrücken.» Variety
 
«Man nimmt sie ihnen ab, diese wortlose Sehnsucht nach Veränderung und Abenteuer, die dem verzweifelten Willen entgegensteht, das Gewohnheit gewordene Glück zu retten.» Der Spiegel
 
«Eine auf wunderbare Weise herbe Poesie, auf die wir nicht gefasst sind.» Neues Deutschland
 
«Schliesslich sind die grossen (Liebes-)Geschichten immer ganz einfach, und sie erzählen doch von universellen Gefühlen und davon, wie sie uns ergreifen. (...) So lakonisch und ohne Wortgeklingel der Film daherkommt, so bestechend ist auch sein visuelles Konzept. Durch kein Gramm Drehbuch’fett’ angedickt, verführt diese schlanke Geschichte zum Schwärmen.» Filmbulletin
 
«Die Regie, der Schnitt, die Kamera zeugen von einem wunderbaren Rhythmusgefühl. Im rechten Moment gibt es den Trost fürs aufgewühlte Empfinden, Blicke hinaus, auf Natur, auf das Rauschen der Bäume. Und wie jede ordentliche Tragödie hat der Film ein bezauberndes Satyrspiel als Epilog. Ein grossartiger Einfall fürs Ende eines grossartigen Films.» perlentaucher.de

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