Hardcore Chambermusic

 

Schweiz 2006

 
 
Hardcore Chambermusic

Regie: Peter Liechti
Drehbuch: Peter Liechti
Kamera: Peter Guyer, Matthias Kälin, Peter Liechti
Schnitt: Tania Christina Stöcklin
Musik: Hans Koch, Martin Schütz, Fredy Studer
Ton: Balthasar Jucker
Mit: Koch-Schütz-Studer
 
DCP, 35mm - Farbe - 72 Min. Minuten
Dialekt

   
 

Uraufführung: Locarno International Film Festival 2006 / Semaine de la Critique.
 
Seit über 15 Jahren steht das renommierte Schweizer Trio KOCH-SCHUETZ-STUDER mittendrin im internationalen Musik-Geschehen. Ihre Musik ist heftig und direkt; nie "abgehoben", doch immer sensibel - anspruchsvolle Musik zum Anfassen.
Mit einem 30-tägigen Musik-Marathon laden KOCH-SCHUETZ-STUDER ein zu Kammer-Musik in ihrer radikalsten Form: 30 Tage improvisierten KOCH-SCHÜTZ-STUDER jeden Abend zur gleichen Zeit 2 Set à 40 Minuten in einem eigens für diese Aktion gebauten Club - eine Insel für Hör-Musik, 30 Tage Konzentration auf eine Sache...
 
HARDCORE CHAMBERMUSIC ist die Verdichtung von dreissig Tagen Musik auf einen Film-Abend: Einsteigen, mitfahren, mitgeniessen, mitleiden... - Musik erleben.
 
HARDCORE CHAMBERMUSIC ist die aufregende Synthese zweier eigenständiger Ausdrucksmittel - ein musikalisches Abenteuer als filmisches Kammerstück.

   
 

«Ein Film, der selber daherkommt wie ein improvisiertes Stück Jazz. (...) Töne eingefangen und mit – fliegender – Kamera gefilmt: die drei Musiker. Ihre Gesichter, den Schweiss auf ihrer Stirn. Hände, Finger, Füsse. Instrumente. Saiten, Tasten, die touchscreen von Kochs Sampler/Sequenzer/Synthesizer, das Wasser in Studers gelb leuchtendem Wasserbecken. Die huschenden Licht- und Schattenspiele an den Wänden. Das Lachen der Barkeeperin, die Konzentration des Mannes am Mischpult. Das Surren des endlos rotierenden Ventilators. Die Zuhörer. Mal konzentriert, mal in sich selbst versunken. Auf Hockern, Stühlen, Bänken, manche stehend. Selbstvergessen tanzend oder sanft wippend, den Hauch der leisen Glückseligkeit von Musikhörenden auf ihrem Gesicht.
Dem Lauf der Sessions und der Musik folgt Liechtis Film. Das Lichtbild an der Wand markiert auch im Film das Fliessen der Zeit. Abgesehen davon ist HARDCORE CHAMBERMUSIC, geschöpft aus der kreativen Fülle dieser genialen Gigs und vom Regisseur mit stupendem Musikgefühl und frivolem Mut zum Experiment montiert, ein klangvoll-verführerisches, filmisches Kleinod beziehungsweise ein Film über das wunschlose Sein im Moment der vollen Hingabe von Hörern und Musizierenden an das der Ewigkeit eingeschriebene Moment der Musik.» Filmbulletin

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