Markus Raetz

 

Schweiz 2007

 
 
Markus Raetz

Regie: Iwan Schumacher
Drehbuch: Iwan Schumacher
Kamera: Pio Corradi
Schnitt: Anja Bombelli
Musik: Stephan Wittwer
Ton: Balthasar Jucker, Jürg von Allmen
Mit: Markus Raetz
 
Digital - DVD - Beta SP - Farbe - 75 Min. Minuten
Dialekt+D

   
 

«Für mich hat Arbeit etwas sehr Unterhaltendes.
In gewisser Weise kann diese Unterhaltung süchtig machen.» Markus Raetz

 
Im internationalen Kunstbetrieb ist der Schweizer Markus Raetz eine etablierte Grösse. Für den Film von Iwan Schumacher gewährt der Berner Künstler erstmals einem Kamerateam Einblick in sein 40-jähriges Schaffen.
 
Magische Augenspielereien
Markus Raetz hat den siebten Sinn für Wahrnehmungen der aussergewöhnlichen Art. Seine Werke verblüffen wie Kunststücke eines Zauberers. Sie hinterfragen unsere Sehgewohnheiten und zeigen uns die Dinge von einer ganz anderen Seite. Bei seinen Überraschungsattacken auf die Sehorgane des Publikums bedient sich der «wohl Klarsichtigste aller Schweizer Künstler» unterschiedlichster Techniken, Materialien und Medien. Vieles im Werk von Markus Raetz hat mit Bewegung zu tun; Installationen und Skulpturen verändern ihr Erscheinungsbild, indem sie sich selbst bewegen oder die Betrachter um sie herum gehen. Auf diese Weise verwandelt sich ein Hase in einen Mann mit Hut der Beuys gleicht oder aus einem OUI wird ein NON. Indem wir miterleben, wie sein ureigener Blick auf die Welt funktioniert, lernen wir den Menschen kennen, der hinter diesen wunderbaren Kunstwerken steckt.

   
 

«Ein sich windendes Nichts dreht sich langsam um sich selbst. Und plötzlich wird aus dem Nichts ein Gesicht, immer präziser. Doch kaum erfasst, lösen sich die Züge wieder auf. Eine kleine Schöpfungsgeschichte in ein Stück Draht gefasst, real und virtuell zugleich. Weisheit sei das Wissen um die Endlichkeit des Lebens, mag es einem durch den Kopf blitzen. Bevor wir beim Betrachten zu tief ins Sinnieren geraten, holt uns der ruhige forschende Blick von Markus Raetz in die Realität seines Ateliers zurück. Taucht der Künstler zu Beginn des Films unvermittelt hinter einer Mauer auf, so scheint er am Schluss beim Prüfen eines Modells in dieses ab und weg zu gleiten. Dazwischen werden wir während 75 Filmminuten in einem sanften Sog durch sein Denken und Schaffen geschleust. Die langjährige Vertrauensbasis zwischen Künstler und Filmemacher macht es wohl aus, dass wir uns wie selbstverständlich an der Hand nehmen lassen und das Kino mit dem Gefühl verlassen, wir hätten neue Freundschaften geschlossen.» Kunstbulletin
 
«Keinem gelingt es so virtuos, mit ein paar Teilen den Anschein der ersehnten Ganzheit zurückzurufen, und niemand ist so überzeugend im Trost, dass es doch nur kleiner Kunstgriffe bedarf, um unser Sehen zu Höchstleistungen anzuregen.» NZZ

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