L'autre moitié

 

Schweiz/Belgien 2007

 
 
L'autre moitié

Regie: Rolando Colla
Kamera: Peter Indergand
Schnitt: Denise Vindevogel
Musik: Bernd Schurer
Ton: Jürg Lempen
Produktion: Peacock Film AG
Mit: Abel Jafri, Kader Boukhanef, Nade Dieu
 
35mm - Farbe - 90 Min. Minuten
Französisch/deutsche Untertitel

   
 

Hamid, ein 40jähriger Algerier, der in Brüssel lebt, fühlt sich von der Polizei beschattet: er arbeitet als Kurier in einem illegalen Netzwerk, das im Verdacht steht, Terrorakte zu finanzieren.
Als er einen Anruf von seinem Bruder Louis erhält, der getrennt von ihm aufgewachsen ist und den er 35 Jahre lang nicht mehr gesehen hat, vermutet er die Polizei hinter dem Anruf.
 
Er reist dennoch zu Louis in die Schweiz, weil er hofft, seine Mutter zu treffen; doch die Mutter lebt nicht mehr. Als Hamid dies erfährt, will er nach Brüssel zurück, aber die beiden geraten in eine Polizeikontrolle und Hamid wird verhört. Er soll Auskunft geben über das Netzwerk und über seine Arbeit als Kurier, doch er weigert sich, wird weggesperrt und kommt erst anderntags gegen Kaution wieder frei.
Er weiss jetzt, dass die Poliztei tatsächlich hinter ihm her ist, aber viel lieber wüsste er, welche Rolle Louis, der die Kaution geleistet hat, in der Sache spielt. Denn Hamid ist dank der Kaution zwar frei, aber er darf die Schweiz nicht verlassen und ist seinem Bruder ausgeliefert.
Dieser will nicht nur wissen, warum Hamid verhaftet wurde, sondern auch, warum es damals zur Trennung kam, wer der Vater war und warum die Familie zersplitterte.
 
Die Begegnung der beiden wird zu einem Kampf um Nähe und Distanz, überschattet von Misstrauen und Rivalität. Mit unterschiedlichen Waffen kämpfen die beiden auch um Isa, die Freundin von Louis, die mit Louis immer weniger anzufangen weiss und sich von Hamid angezogen fühlt.
 
Es braucht diesen schwierigen Kampf über mehrere Runden, damit die beiden Brüder Farbe bekennen und sich öffnen, damit sie sich einlassen können aufeinander. Denn obschon sie in unterschiedlichen Kulturen aufwachsen sind, sind sie im Grunde zwei Hälften eines Ganzen.

   
 

«Vor der grandiosen Landschaft des Jura evoziert der Filmemacher – gekonnt und ohne Blauäugigkeit auch mit Mitteln des Thrillers spielend – ein Klima des Misstrauens und der Paranoia, das sehr treffend die Problematik rund um die Integration abbildet.» L’EXPRESS
 
«Intensiv, nüchtern und zugleich sehr dramatisch lassen uns die beiden Darsteller an die Wiedervereinigung der Brüder glauben. Und sie lassen eine Verbundenheit entstehen, die uns unendlich berührt.» (Jurybegründung Darstellerpreise Filmfestival Amiens)

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