Summergames_Giochi d'Estate

 

Schweiz 2011

 
 
Summergames_Giochi d'Estate

Regie: Rolando Colla
Drehbuch: Rolando Colla, Roberto Scarpetti, Olivier Lorelle, Pilar Anguita-McKay
Kamera: Lorenz Merz
Schnitt: Rolando Colla, Didier Ranz
Musik: Bernd Schurer
Ton: Jürg Lempen
Produktion: Peacock Film AG
Mit: Armando Condolucci, Fiorella Campanella, Alessia Barela, Antonio Merone, Francesco Huang, Chiara Scolari, Aaron Hitz
 
35mm und DCP - Farbe - 101 Minuten
OV Italienisch/dt+f UT

   
 

Hochsommer auf einem Campingplatz in der Maremma, einer beliebten Strandregion in der Toskana. Vincenzo und Adriana, ein Arbeiterpaar kurz vor der Trennung, versucht mit letzter, verzweifelter Anstrengung ihre von prekärer Abhängigkeit geprägte Ehe zu retten. Ihr 12-jähriger Sohn Nic verarbeitet die traumatisierenden Gewaltausbrüche seines Vater mit Freunden im Spiel. In der Gruppe seiner Spielgefährten ist er gut integriert, kann aber nur mit Mühe seine aufkommenden Gefühle für die gleichaltrige Marie ausdrücken, die darunter leidet, vermeintlich vom Vater verlassen worden zu sein.
Für die Eltern wird sich in den Sommerferien nichts ändern, was schon viel heisst. Für Nic und Marie wird das Leben nie mehr sein wie vorher.
 
Im sommerlichen Licht der toskanischen See skizziert SUMMER GAMES behutsam aber ohne falsche Aussparungen Familien am Rande des Kollapses und ihre Kinder, die im Spannungsfeld von Abhängigkeit und Ablösung erste Schmetterlinge im Bauch verspüren. Erfrischend, intensiv und von visueller Sinnlichkeit.

   
 

«Wäre ich in Venedig gewesen, hätte die 6-minütige standing ovation mindestens 7 Minuten gedauert. Ich liebe diesen Film.» Fredi Murer, Filmregisseur (Höhenfeuer, Vitus)
 
«Klein, fein und – einfach wunderbar! Eine der besten Schweizer Filmproduktionen des letzten Jahrzehntes! Grossartiges Sommerkino mit viel ltalianità, bei dem man die Sonne auf der Haut spürt und Erinnerungen an die eigene Kindheit wohl so manchen Herzschlag beschleunigen.» meinkino.ch
 
«Roh, direkt und zugleich glaubwürdig (...) Durchwegs ausgezeichnet sind die Darsteller, die so ungeschützt wirken und authentisch agieren wie in manchen Dogmafilmen, und auch die sinnliche Kameraarbeit gefällt.» Züritipp
 
«Ein feinfühliges Drama (...) Alessia Barela ist eine Entdeckung» NZZ am Sonntag
 
«... flirrende Momentaufnahmen vom Erwachsenwerden; wie nebenbei geschossen und doch super präzise.» BaZ
 
«Filme romantisieren oft Kindheit, aber Summer Games trifft sehr umsichtig stets den richtigen Ton. Visuell abenteuerlich und entschlossen, den Überschwang der Jugend einzufangen, entlockt Colla seinem jungen Cast ungekünstelte Leistungen. Die beiden Hauptdarsteller Condolucci und Campanella sind schlichtweg umwerfend, aber letztendlich beindruckt Collas konsequente Tonalität.» Toronto Intl. Film Festival, Piers Handling
 
«Eine unglaublich intensive Geschichte, die das Publikum in Venedig anzusprechen und zu ergreifen verstand. Colla hat mehr als nur Spiele und Emotionen zum Lido gebracht. Es gelingt ihm, bereits Bekanntes auf neue und interessante Weise zu erzählen – in einem unvergesslichen Sommer.» nonsolcinema.com
 
«Der Film erinnert an die hellen und dunklen, äusserst körperlichen Seiten endloser Sommerferien, und er scheut sich nicht, sich der aufkeimenden Sexualität von Prä-Teenagern anzunehmen, ohne je ausbeuterisch zu wirken. Frische mitunter traumhafte Fotografie.» Screen Daily

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