Tabu

 

Portugal 2012

 
 
Tabu

Regie: Miguel Gomes
Drehbuch: Miguel Gomes, Mariana Ricardo
Kamera: Rui Poças
Schnitt: Telmo Churro, Miguel Gomes
Ton: Vasco Pimentel
Mit: Teresa Madruga, Laura Soveral, Ana Moreira, Carloto Cotta, Enrique Espirito Santo, Isabel Cardoso
 
DCP - sw - 118 (24b/sec) Minuten
Portugiesisch/dt+f UT (oder: nur dt UT)

   
 

Ein Film über die Sehnsucht nach dem Verlorenen...
 
Die alte Portugiesin Aurora und ihre kapverdische Haushälterin Santa leben Tür an Tür mit Pilar, deren Lebensinhalt es ist, Gutes zu tun. Was ihr kaum jemand dankt, schon gar nicht die notorisch misstrauische Aurora, die ihren Lebensabend damit verbringt, ihr knapp gewordenes Geld im Casino von Estoril zu verspielen. Als die alte Frau stirbt, gerät Pilar auf die Spur eines alten Liebhabers von Aurora.
 
Filme zu machen, ohne sich auf die Filmgeschichte zu beziehen, ist für Regisseur Miguel Gomes undenkbar. Und so zitiert TABU nicht ohne Grund einen Titel von Friedrich Wilhelm Murnau. Lustvoll interpretiert und rearrangiert Gomes auch in seinem dritten Spielfilm historische Motive. Zeichnet der erste Teil des Films in weichen Schwarz-Weiss- Tönen eine Gesellschaft, die in Nostalgie schwelgt, so erhält diese im zweiten Teil, wonach sie sich sehnt: aufwühlende Melodramatik, Slapstick, Kontraste, Leidenschaft.
 
Saudades - nur Portugiesen können dieses Gefühl kennen.
Weil nur sie dieses Wort besitzen, um es wirklich beim Namen zu nennen.
Fernando Pessoa

   
 

«Ein hypnotisch schöner Film.» critic.de
 
«Der Regisseur hat mit diesem Film die Defizite der Fiktion wieder in eine Tugend verwandelt. Sein Film ist auch eine Hommage an die Zwischenzustände des Kinos.» Die Tageszeitung
 
«Fast nicht von dieser Welt, dieser Film, so fern wie die Stimmen der Liebenden, die sich Abschiedsbriefe vorlesen; ein Film abseits der grossen Bilderparty namens Berlinale, ein Film so fein wie Seidenpapier. Besser nicht hinsehen, wenn Wind aufkommt. Ein seltsamer Film, der ausdrücklich seltsam sein will.» Der Tagesspiegel
 
«Am Ende kann man diesen Film, der so unterschiedliche Sichtweisen zulässt, eigentlich nur als Geschenk annehmen.» festivalblog.com

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