Vergiss mein nicht

 

Deutschland 2012

 
 
Vergiss mein nicht

Regie: David Sieveking
Drehbuch: David Sieveking
Kamera: Adrian Stähli
Schnitt: Catrin Vogt
Musik: Jessica de Rooij
Ton: Juri von Krause, Johannes Schmelzer-Ziringer
 
DCP - Bluray - DVD - Farbe - 88 Minuten
Deutsch

   
 

«Aus der Tragödie meiner Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist.» David Sieveking
 
David zieht wieder zu Hause ein und übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter Gretel, um seinen Vater Malte zu entlasten, der sich seit seiner Pension vor fünf Jahren um seine Frau kümmert. Während Malte in der Schweiz für ein paar Wochen neue Kraft tankt, versucht sich David als Pfleger seiner Mutter. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter, die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt. Trotz ihrer zeitlich wie örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt Gretel heiter und gelassen: Sie hält sich für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte.
David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie.
Als David zusammen mit Gretel in die Schweiz fährt, um Malte aus seinen Ferien abzuholen, gewinnen seine Recherchen an Brisanz. Hier lebten seine Eltern in den 70er Jahren.
David begegnet alten Genossen und Weggefährten, erfährt pikante Geschichten aus dem Liebesleben seiner Eltern, von den Krisen ihrer „offenen Ehe“. Nun, am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung, kommen sich Gretel und Malte so nah wie noch nie. Zum Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe einst begann. Es wird ihre letzte gemeinsame Reise.
Aus Gretels Krankheit entsteht ein Neuanfang, und aus Davids biografischem Filmprojekt wird eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte.

   
 

«Ein Film wie es zärtlicher kaum geht.» Tagesspiegel
 
«Sensible, sogar heitere Annäherung an die Demenz der Mutter.» DRS 2
 
«Die Liebe und der Humor tragen diesen Film und diese Familie – und das ist tröstlich.» titel thesen temperamente ARD
 
«Formal brillant, inhaltlich sanft-ironisch und gleichzeitig ein herzzerreissendes Porträt.» Tessiner Zeitung
 
«Die Sensibilität, der Humor und die weit über den Einzelfall weisende Intensität machen den Film zu einem Ereignis.» ntv.de
 
«Kein belehrender Dokumentarfilm – nein: VERGISS MEIN NICHT ist anders, ganz anders. Es ist ein Erlebnis, ein ganz direktes, unverbautes Mitgehendürfen, wenn David Sieveking wieder bei den Eltern zu Hause einzieht. Das ist etwas vom Faszinierendsten in Sievekings Film: man ist dabei, niemals unerwünscht, stets willkommen. Nie wird man zum Voyeur und kann doch alles mitmachen, mitfühlen.
Als eine Art Liebeserklärung an das Leben bleibt uns der Film, ein Dokumentarfilm wohl, aber dennoch ein Film mit einer geradezu poetischen Form und Kraft.» Der Bund

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