Appassionata

 

Schweiz 2012

 
 
Appassionata

Regie: Christian Labhart
Drehbuch: Christian Labhart
Kamera: Gabriel Sandru
Schnitt: Caterina Mona
Ton: Reto Stamm
Mit: Alena Cherny
 
DCP + Bluray - Farbe - 82 Minuten
Dialekt+DIV/dt+f UT

   
 

Alena Cherny lebt seit 15 Jahren in der Schweiz. Als Konzertpianistin ist sie zwar kein Weltstar, aber sie spielt gut, hat weltweit Auftritte. Doch sie entzieht sich immer wieder den Mechanismen des Musikgeschäftes. In ihr Klavierspiel bringt sie alles ein, ihre Seele, ihr Leiden und ihre Sehnsucht.
Alena Cherny hat einen Traum: sie möchte der Musikschule ihres ukrainischen Heimatdorfes einen Flügel schenken – aus Dankbarkeit, dass sie dort als kleines Kind ihre ersten Töne spielen durfte. Die Reise des Flügels wird zur berührenden Spurensuche an den Orten ihrer Kindheit und Jugend: Die ersten Jahre in einem kleinen ukrainischen Dorf, danach im Alter von 9 Jahren weit weg von ihren Eltern in einem Eliteinternat für angehende Musiker in Kiew, anschliessend Konservatorium. 1986 das Trauma Tschernobyl, vielleicht als Folge davon Leukämie. Sie bringt ein Kind zur Welt, lässt es bei den Grosseltern in der Ukraine und emigriert in den Westen.
Wenn Alena Cherny spricht, aber auch wenn sie spielt, ist alles da, was sie geprägt hat, insbesondere auch die Kontraste und Katastrophen, die sie erlebte und die stets neuen Anläufe und Abschiede, die sie nehmen musste.
Ein Film über die Emigration einer starken Frau; voller Trauer, Wut, Enthusiasmus und Liebe. Feine Töne und Paukenschläge, Klarinettenklänge und Posaunenstösse, das ganze Spektrum – vereint in einer einzigen Person.

   
 

«Ein schöner Film, der in seiner Schlichtheit berührt. Der Film begleitet eine Künstlerin, die durch ihr Können und ihre Sensibilität dem Zuschauer neue Welten eröffnet. Besonders berührend ist der Besuch ihrer ersten Klavierlehrerin, die auf dem inzwischen längst verstimmten Klavier Chopin spielt und ihn deswegen um Verzeihung bittet. Rührend, echt, beeindruckend.» art-tv
 
«Eine zarte Geschichte über eine scheinbar zerbrechliche Frau, die aber mit einer Energie aufwartetet, die ihresgleichen sucht.» Zurich Film Festival
 
«Der Film zeigt eindrücklich welche emotionale Kraft und Tiefe Klaviermusik zu entfalten vermag, wie viel Musik, trotz ihrer Abstraktheit, auszudrücken vermag. Ohne sie wäre auch das Kino nicht was es ist.» Cinema Jahrbuch
 
«Legt gültiges Zeugnis epochaler politischer und zivilisatorischer Ereignisse unserer Zeit ab.» www.cineman
 
«Der Film sucht nicht die Emotion, sondern ist der Realität verpflichtet, welche sich zunehmend emotional auflädt. Dabei wird die ganze Tragik eines in die tiefste ukrainische Provinz hineingeborenen musikalischen Wunderkinds greifbar.» Zürcher Oberländer
 
«Eine berührende Dokumentation über eine Frau und ihre Passion zur Musik. Die Nähe zur Protagonistin ist authentisch und die Emotionen wirken ehrlich. Der Film ist aber auch eine Reise in die heutige Ukraine und ein Besuch bei Menschen des Landes - alles aus der Sicht einer Frau, die auszog um die Musik zu lieben.» outnow

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