Post Tenebras Lux

 

F+NL+Mexico 2012

 
 
Post Tenebras Lux

Regie: Carlos Reygadas
Drehbuch: Carlos Reygadas
Kamera: Alexis Zabé
Schnitt: Natalia Lopez
Ton: Gilles Laurent
Mit: Adolfo Jimenez Castro, Nathalia Acevedo, Willebaldo Torres, Eleazar Reygadas, Rut Reygadas
 
DCP - Farbe - 118 Minuten
OV Spanisch/dt+f UT

   
 

Juan und Natalia sind ein offensichtlich wohlhabendes Paar mit zwei kleinen Kindern, Rut und Eleazar, die sich ein schönes Anwesen auf dem Land gekauft haben, um dort zu leben. Während die Kinder das Leben in der Natur geniessen, gibt es Brüche in der Beziehung der Eltern, Missverständnisse, Vorwürfe, die sich vor allem immer wieder um das Sexualleben der beiden drehen, das Juan als langweilig und lustlos empfindet. Ausserdem zeigt Juan manchmal seltsame Anwandlungen, auf die Hunde einzuprügeln, die zum Anwesen gehören - und zwar bevorzugt auf eines der Tiere, jenes, das er am meisten liebt. Die Sehnsucht nach einer Idylle und nach einem Leben in Harmonie mit der Natur erweist sich als trügerisch, denn das Haus wird (im ganz wörtlichen und bildhaften Sinne) von einem Dämon heimgesucht.

   
 

«Einer der bizarrsten Filme - und zugleich eines der anregendsten und fruchtbarsten Leinwanderlebnisse überhaupt – mit ebenso schönen wie verstörenden, so bekannten wie fremdartigen Bildern. (…) Carlos Reygadas besitzt einen grossen Sinn für Humor. Und ein grosses Auge, grossen Mut und eine grosse Ernsthaftigkeit dazu. Carlos Reygadas ist tatsächlich ein Künstler des Kinos, einer der wenigen, dem es mit jedem Film wieder gelingt, eine neue Sicht vorzuschlagen. (…) Reygadas will keine Sicherheiten, er will das Leben.» sennhauserfilmblog.ch
 
«Ein Film von absoluter Radikalität.» Pagina 12
 
«Was Reygadas mit Landschaften anstellt, wie er den Himmel, Wolkenformationen, abendliches Licht förmlich auf die Leinwand malt, überhaupt wie er mit Natur umgeht, das ist immer noch und immer wieder aufs Neue grandios anzuschauen und verfehlt seine Wirkung nicht. Allein der Einstieg, bei dem wir die kleine Rut auf einer Wiese stehen sehen, auf der die Hunde umhertollen und sich Pferde und Kühe befinden, ist grandios gewählt. Weil sich am Horizont ein Gewitter zusammenbraut und weil es dunkel wird, empfinden wir die Idylle als Bedrohung, sind uns nicht sicher, ob die animalischen Kräfte der Natur diesem kleinen Mädchen wirklich freundlich gesonnen sind, das innerhalb dieser Landschaft beinahe ein wenig verloren wirkt. Selbst wenn wir nachher die Familie in scheinbarer Harmonie sehen, so ist doch dieses Urbild der Schönheit und der Bedrohung stets vorhanden, stets gegenwärtig und zeigt uns, wie brüchig das Leben sein kann.» kino-Zeit.de
 
«Suggestives, verrätseltes und hochartifizielles Drama.» NZZ
 
«Insgesamt scheint POST TENEBRAS LUX fast ein wenig wie ein impressionistisches Gemälde. Die Formen und Geschichten, das grosse Thema und die Variationen zeigen sich erst, wenn man einen oder gar mehrere Schritte zurücktritt, wenn man sich Zeit nimmt und den Gesamteindruck auf sich wirken lässt.» kino-zeit.de

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