Die Reise zum sichersten Ort der Erde

 

Schweiz 2013

 
 
Die Reise zum sichersten Ort der Erde

Regie: Edgar Hagen
Drehbuch: Edgar Hagen
Kamera: Peter Indergand
Schnitt: Paul-Michael Sedlacek, Edgar Hagen
Musik: Tomek Kolczynski
Ton: Jean-Pierre Gerth
Produktion: Mira Film
 
DCP - Farbe - 100 Minuten
OV/dt+f UT

   
 

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350’000 Tonnen hochradioaktive Atomabfälle angesammelt, die für Tausende von Jahren an einem sicheren Ort, sprich: für Mensch und Umwelt unschädlich, endgelagert werden müssen. Doch ein Endlager existiert bis heute nicht, und die Produktion von atomarem Restmüll wird ungebrochen fortgesetzt.
Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie und einige seiner wichtigsten Weggefährten geben dem Regisseur Edgar Hagen Einblick in ihr hartnäckiges Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben.
 
Die weltumspannende Suche führt an die unterschiedlichsten Orte – durch dicht besiedelte Gebiete in der Schweiz, zu einer Nomadenfamilie in der chinesischen Wüste Gobi, zu einem heiligen Berg in einem atomverseuchten Indianerreservat, zu Demonstranten im Wald von Gorleben in Deutschland. Der Film wird Zeuge der geheimen Ankunft eines Atommüllfrachters in Japan und beobachtet Freiwillige an einer britischen Atommüllversammlung. An all diesen Orten werden Vernunft, Demokratie und wissenschaftliche Redlichkeit durch Sachzwänge, Strategien und Ängste auf die Probe gestellt. Verlockende Optionen tauchen auf: Ein Bürgermeister in New Mexico will den gefährlichsten Stoff der Erde für viel Geld in seiner Gemeinde unterbringen. Ein unermessliches, flaches Gebiet in der westaustralischen Steppe wird eruiert, um hochradioaktiven Atommüll aus der ganzen Welt aufzunehmen. Edgar Hagens Film wirft eine Fülle von Fragen über unser gegenwärtiges Handeln und unsere Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen auf. Kann und darf man im Notfall ein solches Projekt gegen den Willen der Bürger durchsetzen?
 
DIE REISE ZUM SICHERSTEN ORT DER ERDE ist kontrovers und führt bis ans Ende der Welt. Es zeichnet sich ab, dass es keine schnelle Lösung des Konflikts geben wird.
DIE REISE ZUM SICHERSTEN ORT DER ERDE bringt fixe Weltbilder ins Wanken und führt uns an die Grenzen von Wissen und gesellschaftlich Verantwortbarem.

   
 

«Im packenden Erzählton einer beklemmenden Sachlichkeit führt der Film vor Augen, welch gigantisches Problem sich die Menschheit mit der Nutzung der Atomkraft aufgeladen hat.» SURPRISE
 
«Selten hat man so unmittelbar begriffen, dass der Mensch eine Pandorabüchse geöffnet hat.» TAGESANZEIGER
 
«Dies ist nicht nur ein ganz wichtiger Film, denn das Thema Endlagerung ist noch immer ungelöst und brennt uns unter den Nägeln. Es ist vor allem auch ein sehr schön erzählter Film, der nicht nur das Thema mit grossem Ernst behandelt, sondern auch mit grossem Respekt alle handelnden Personen, ob sie nun an die Machbarkeit der Endlagerung glauben oder nicht, zu Wort kommen lässt. Als Zuschauer faszinieren einen die Bilder, die vielfach noch nie gezeigt wurden, und man lernt sehr, sehr viel über die Probleme der Endlagerung. Vor allem aber ermutigen die handelnden Personen und ihre Dialoge, sich selbst ein Urteil zu bilden.» Gerd Leipold, Vorsitzender Greenpeace International 2001 - 2009

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