Signers Koffer

 

Schweiz 1995

 
 
Signers Koffer

Regie: Peter Liechti
Drehbuch: Peter Liechti
Kamera: Peter Liechti
Schnitt: Dieter Gränicher
Musik: Knut Remond
Ton: Peter Guyer
Mit: Roman Signer
 
DCP + 35mm + 16mm - Farbe - 85 Minuten
Dialekt+DIV/dt UT

   
 

«Es ist wie ein grosses Haus mit einem geheimnisvollen Zimmer, das ich hier die Explosionskammer nennen möchte. Man kann sich mal ein bisschen nähern, man kann mal nahe am Zentrum vorbei gehen, doch ist man im Zentrum, so verbrennt man in der tödlichen Kammer.» Roman Signer
«Ich zeige bei meiner Arbeit soviel vom Umfeld, bis sich jeder das Zentrum selber vorstellen kann.
Ich will nichts beweisen oder belegen, ich will etwas berühren.» Peter Liechti

 
SIGNERS KOFFER – Unterwegs mit Tisch, Stiefel und Rakete.
Auf der Balance zwischen Schalk und Melancholie ... Unterwegs mit dem Künstler Roman Signer – ein Versuch zur idealen Geschwindigkeit.
 
SIGNERS KOFFER ist eine Art Road-Movie quer durch Europa. Von den Schweizer Alpen nach Ost-Polen, von Stromboli nach Island. Immer entlang der magisch aufgeladenen Landschaftsrille. Ein breit angelegter Versuch zur idealen Reisegeschwindigkeit. Roman Signer markiert die Stationen mit seinem ganz persönlichen Instrumentarium; bestechend lapidare Eingriffe voll hintergründigem Humor.
 
SIGNERS KOFFER ist auch eine Reise durch seelische Zustände. Ein Seiltanz zwischen Schalk und Melancholie. Gefahr wird zum Stimulans der Sinne – auch die psychische Gefahr. Plötzliche Abstürze, jäh kippende Stimmungen prägen Rhythmus und Klima dieser filmischen Reise.

   
 

«Signers Passion ist der Versuch. Er schiesst Bänder über den Stromboli, um zu sehen, wie sie der Hitze trotzen. Er sprengt Küchenhocker aus einem stillgelegten Hotel und geht mit Heulern an den Gummistiefeln über Eismeerstrände. Traumhafte, unwiederbringliche, einsame Momente sind das. Der Film gibt ihnen Dauer und ein Publikum, ohne den Traum zu zerstören; Wir reisen mit Signer, warten, was passiert, und freuen uns kindlich, wenn die Rakete die Kappe vom Kopf des Künstlers reisst. (...) Den Essay versucht und gemeistert!» Tages-Anzeiger
 
«Signer ist der Clown des beginnenden elektronischen Zeitalters, ein ,Romantiker der ersten technologischen Revolution', Liechti folgt ihm ein Stück weit in die Melancholie. (...) SIGNERS KOFFER ist einer jener gehirnerfrischenden Filmessays, die alle gerufenen und ungerufenen Assoziationen ins Spiel bringen, vor allem auch jene der Betrachter und Betrachterinnen. Liechti ist nicht aufs Festschreiben aus, sondern auf Offenheit; wie Signer selbst akzeptiert er das Misslingen, die Macht der Umstände.» WochenZeitung
 
«Ein Schauvergnügen erster Güte. Dass man dabei den publikumsscheuen Künstler auch noch ein Stück weit kennenlernen darf, das ist quasi das Dessert.» Aargauer Tagblatt
 
«...so gibt es doch wenige Filme, wie dieser Reisefilm, (...) die ihr Publikum mit ständig neuen poetischen Einfällen und grotesken Überraschungen ergötzen.» Neue Zürcher Zeitung

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