Sreda 19.7.1961

 

Russland 1997

 
 
Sreda 19.7.1961

Regie: Viktor Kossakowski
Kamera: Viktor Kossakowski
Schnitt: Viktor Kossakowski
Musik: Alexander Popov
Ton: Leonid Lerner
Produktion: Viola Stephan
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
Russisch/deutsche Untertitel

   
 

Mittwoch, der 19.7.1961. Es ist Sommer in Leningrad. Die Welt ist warm eingebettet im Kalten Krieg. Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag. An diesem Mittwoch im Juli 1961 werden in Leningrad 51 Mädchen und 50 Jungen geboren. Einer davon ist Victor Kossakovsky.
 
Mehr als 30 Jahre später – die Stadt heisst jetzt wieder St. Petersburg – beginnt Kossakovsky, die anderen zu suchen, alle diese Menschen, die ihr Leben am selben Tag begannen wie er selbst. Ein Jahr brauchte er dazu. Einige leben nicht mehr, andere sind weggezogen oder ausgewandert. Aber mehr als die Hälfte lebt noch in St. Petersburg und Kossakovsky hat sie mit der Kamera besucht.
 
Da gibt es solche mit vielen Kindern und solche, die einsam leben; solche die arm und solche, die erfolgreich sind. Dicke und Dünne. Patienten und Ärzte. Solche, die gerne etwas erzählen und solche, die nicht gefilmt werden wollen. Künstler und Knastbrüder, Linksgerichtete und Rechtsgerichtete, Gläubige und Gottlose. Sie haben nur eines gemeinsam: Sie sind exakt gleich alt.
 
Nie zuvor hat man so deutlich sehen können, wie das Leben den Menschen mitspielt, wie die Zeit mit den Hoffnungen umgeht.
Was ist das Leben? Ist es Verhängnis oder Zufall? Schicksal oder eine Laune der Natur?

   
 

«Ich habe noch nie in einem Film so viel gelacht, geweint, gezittert und geschwitzt wie in diesem Dokumentarfilm und meistens alles gleichzeitig. Bilder erzeugen Bilder, Töne verbinden sich mit Tönen, sparsame, sorgfältig ausgewählte Musikeinsätze; so verbinden sich die einzelnen Einstellungen und Personen in einer Montage von grosser Genauigkeit und pulsgenauem Rhythmus zu einer Erzählung, die in ihrem epischen und poetischen Gehalt des ,Ulysses' von James Joyce ebenbürtig ist. SREDA ist eine Odyssee durchs heutige städtische Leben in Russland oder eben ,Bloom's Day' in St. Petersburg.» WoZ, Die WochenZeitung
 
«Kossakovskys Kamera ist keine schamhaft versteckte, voyeuristische, sie ist so selbstverständlich dabei wie ein Freund, und deshalb hat es nichts Spekulatives. SREDA könnte immer weitergehen, so wie der Zuschauer neugierig bleibt auf das, was passiert.» TaZ Berlin
 
«Für Russland-Fans eine Offenbarung.» Der Tagesspiegel
 
«Eine geniale, wundervolle Idee – Kossakovsky hat einen scharfen Blick für die Schrullen und Banalitäten des Alltags.» Times Vision
 
«Dies ist nicht das Klischee eines mafiösen, chaotischen, versoffenen, schwermütigen Russland (...) Die Gespräche, die Bilder zeichnen das Bild des heutigen Petersburg, das vor allem durch die so unterschiedlichen Typen entsteht: Wie Menschen versuchen, sich zurechtzufinden, zu leben, so normal, wie es irgendwie geht.» epd medien/film

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