Tot Ziens

 

Holland 1995

 
 
Tot Ziens

Regie: Heddy Honigmann
Drehbuch: Helena van der Meulen, Heddy Honigmann
Kamera: Stef Tijdink
Schnitt: Sander Vos
Musik: Wouter van Bemmel
Mit: Johanna Ter Steege, Guy Van Sande, Els Dottermans, Stefan van de Staak, Nelleke Zitman, Warre Borgmans
 
35mm - Farbe - 114 Minuten
Holländisch/dt UT

   
 

TOT ZIENS (holländisch für: Auf Wiedersehen) ist das Bildnis einer zeitgenössischen ,,amour fou": Eines Tages im Winter begegnen sich Laura und Jan auf der Eisbahn und verbringen die Nacht zusammen – ein wortloser, leidenschaftlicher Einstieg in die Geschichte. Jan erzählt Laura von seiner Ehe mit Ann und beschliesst, trotz der gegenseitigen starken Anziehung, kein Verhältnis mit Laura einzugehen.
Doch das Herz folgt den Gesetzen, die die Vernunft übersieht und das Paar wird im Lauf der Zeit alle Varianten des Ehebruchs kennenlernen. Verabschieden sie sich voneinander, so sind sie überzeugt, sich definitiv zu trennen. Doch immer gibt der eine oder die andere ihrem gemeinsamen Verlangen nach. Im Hintergrund spielt Ann, Jans Ehefrau, eine begrenzte, doch entscheidende Rolle.
Der Film konzentriert sich auf die Begegnungen, die Körper, die Leidenschaft und Jan und Lauras Verzweiflung: Lauras Verzweiflung, weil sich ihr Liebhaber nicht für sie entscheiden kann; Jans Verzweiflung, weil er beide Frauen gleichzeitig liebt und keine von ihnen verlieren will...
TOT ZIENS ist eine Huldigung an die leidenschaftliche Liebe in ihrer ganzen Dualität: mit ihrer Schönheit und ihren Auswüchsen, mit der Verletzbarkeit, die sie verursacht und der Energie, die sie stiftet, mit ihrem starrköpfigen Egoismus und ihrer bewegenden Grosszügigkeit.
 
Heddy Honigmann meint dazu: ,,Es genügt, einmal im Leben verliebt gewesen zu sein – und wer war das noch nie? – um zu wissen, dass die Liebe ein zumindest ambivalentes Gefühl ist. Ich wollte über diese Zweideutigkeit, über diese fantastische und nie versiegende Energie der Liebenden einen realistischen Film machen. Sozusagen eine Nahaufnahme der Leidenschaft."

   
 

«Überragend!... In souveräner Verknappung fokussiert die Dreieckstudie auf das schmerzhafte Glück eines Liebespaares. Die ganze schwebende Choreographie des Verlangens wird derart souverän in Szene gesetzt, dass man die Virtuosität der Inszenierung gar nicht wahrnimmt. Sondern bloss denkt; Genau so ist's, genau so ist's gewesen.» Tages-Anzeiger
 
«Die Geschichte einer verzehrenden Leidenschaft mit einer fast unerträglich starken sexuellen und emotionalen Aufladung. – Indem sie Laura gleichzeitig als starke wie auch verletzliche Frau spielt, kann Johanna ter Steege absolut sympathisch und glaubwürdig alle Feinheiten der Liebe im Schönsten und Schlimmsten zeigen. Guy van Sande (Jan) hingegen zeigt auf ein dringliche Weise auch das Leiden und die Angst eines Mannes, der in eine Situation geraten ist, die sein Leben verändert. Die gegenseitige Anziehung und Leidenschaft der beiden Liebespartner ist absolut natürlich, zwingend und glaubhaft.» Variety
 
«... and a sexy joyfulness in their passion counterbalances the torch-song agony.» San Francisco International Film Festival

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