Die Siebtelbauern

 

Oesterreich 1998

 
 
Die Siebtelbauern

Regie: Stefan Ruzowitzky
Drehbuch: Stefan Ruzowitzky
Kamera: Peter von Halter
Schnitt: Britta Nahler
Ton: Heinz K. Ebner
Mit: Simon Schwarz, Sophie Rois, Lars Rudolph, Ulrich Wildgruber, Tilo Prückner, Elisabeth Orth, Julia Gschnitzer
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
Deutsch/f UT

   
 

DER ERSTE MODERNE ALPEN-WESTERN IST DA!
In einem Dorf im Mühlviertel geschieht Unerhörtes: Der Hillinger-Bauer, ein Sonderling, den keiner mögen hat, ist erschlagen worden. Dann der Skandal im Dorf: Der Grobian hat seinen Hof seinen Knechten und Mägden vermacht – nicht aus Menschenliebe, bewahre! Nein, nur, damit der Pfarrer und die anderen Grossbauern sich in Grund und Boden ärgern. Und damit seine Knechte und Mägde, die es ja nicht besser wissen, einander im Streit aufreiben. Die Parabel, dass der Knecht nicht Bauer sein kann, will er als Totentanz an seiner Grube aufgeführt wissen...
Doch sieben der zehn Erben nehmen die Herausforderung an und stellen sich gegen das System. Allen voran der Knecht Lukas, der alle Stadien vom liebenswürdigen Luftikus bis zum Gesetzlosen durchläuft und die Magd Emmy, die selbstbewusst, klug und sexuell provokant gleichermassen den Alptraum einer patriarchalischen Gesellschaft darstellt.
Die frischgebackenen ‚Siebtelbauern‘ lernen, frei und selbstverantwortlich zu leben – und das bäuerliche Establishment grollt. Die Auseinandersetzung eskaliert schliesslich in Gewalt, Zerstörung und Lynchjustiz.
Und so erzählt der Film auch vom ewigen Kampf der Jungen gegen alte, tradierte Strukturen, vom Kampf der Rechtlosen gegen ungerechte Herren.
Ein moderner, ein spannender, ein heutiger Film.

   
 

«Sophie Rois, Lars Rudolph und Simon Schwarz wirken trotz ihrer bäuerlichen Kleidung wie junge Leute von heute, schick und stolz. Gelassen und mutig fordern sie ihr Erbe und damit ihre Gleichberechtigung. Ein in seiner Selbst-verständlichkeit schon subversiver Akt. Mit der utopischen Sehnsucht seiner Geschichte ist DIE SIEBTELBAUERN moderner als fast alle zeitgenössischen Filme dieser Zeit – Gegenwartsbezug als eine Frage der Form, nicht der Ausstattung.» tip Berlin
 
«Eine zutiefst antiautoritäre Erneuerung des Filmgenres. Ein sardonischer Film ... Es hat keinen raffinierteren, lustigeren Film mit soviel sozialem Scharfsinn mehr gegeben seit den glücklichen Zeiten des Rainer Werner Fassbinder.» The Village Voice New York
 
«Utterly magnificient! A Mythic Tale of Seven Rebels with A Cause. Electrifying.» New York Post

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