Brain Concert

 

Schweiz 1998

 
 
Brain Concert

Regie: Bruno Moll
Kamera: Hansueli Schenkel
Schnitt: Loredana Cristelli
Musik: Sainkho Namtchylak, Guerino Mazzola, Werner Lüdi, Stephan Wittwer, Adrienne Krausz, Michael Grube, Michael Werthmüller, Basler Madrigalisten, Christine Lauterburg
Ton: Dieter Meyer
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
DIVERSE/dt + f UT

   
 

Dem Zauber der Musik können wir uns kaum entziehen. Was aber ist der Grund, dass uns akustische Wellen in bestimmte emotionale Zustände versetzen können? Was in uns drin ist dafür zuständig? Das Gehirn? Der Geist? Die Seele?
Für die moderne Wissenschaft liegt der Schlüssel zur Antwort im Gehirn. Die Forscher dringen immer tiefer in den neuronalen Dschungel des Gehirns ein und hoffen, dort eines Tages eine Antwort auf die Frage zu finden, was es ausmacht, dass wir Menschen fähig sind zu erkennen und zu erleben.
Die Vorstellung, dass der drei Pfund schwere Klumpen aus Wasser, Eiweiss, Kohlenhydrat, Fett und Milliarden von Neuronen tiefere Geheimnisse unserer Existenz offenbart, weckt aber auch die heftige Opposition vieler Menschen, die sich die Seele nicht auf eine Formel reduzieren lassen wollen.
BRAIN CONCERT sucht nach der Natur des Fühlens und der Poesie des Bewusstseins. Der Film lässt uns aber auch die Unzulänglichkeit unserer Vorstellungskraft erleben, denn nichts ist gleichzeitig so nah und fern wie unser eigenes Bewusstsein.
BRAIN CONCERT ist eine Reise auf den Spuren unserer Emotionen beim Hören von Musik: Wie ist in einem physikalischen Universum die Entstehung von so subjektiven Empfindungen möglich? Was wissen wir davon? Was möchten wir als Geheimnis bewahren?

   
 

«Neugier und Heilung: Mir scheint, als wären das die beiden Stichworte, die den Filmemacher antreiben. Mehr wissen über das, was das Leben ausmacht, und damit womöglich wieder besser mit dem um-gehen können, was Leben ist. (...) Ob die Finger der Pianistin über die Tasten hasten oder Werner Lüdi seinem Saxophon die äussersten für uns wahrnehmbaren Töne abringt und in die Räume jagt: Die Musik eignet sich tatsächlich dafür, das Fragen-Konzert, das Bruno Molls Neugier komponiert hat, aufzuführen.» TAGES-ANZEIGER
 
«Eine Reise in die verschlungene und millionenfach verschachtelte
terra incognita, wo elektrische Spannungen zu Emotionen werden. Molls Methode ist die essayistisch-assoziative Montage, will sagen: jede Antwort eröffnet gleich zwei neue Fragen.» NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
 
«Zurück von jener terra incognita, wo Chemie in Geist, elektronische Impulse in Gefühle umgewandelt werden, kommt Moll mit der Erkenntnis, dass wir um so weniger wissen, je mehr wir wissen.» DER BUND

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