Der junge Eskimo

 

Schweiz/USA 1985

 
 
Der junge Eskimo

Regie: Peter Volkart
Drehbuch: Peter Volkart
Kamera: Jo Achermann
Schnitt: Anton Kalbshirn
Musik: Mimmo Dutli, Opernarien, Gagaku-Klänge
Mit: André Schumacher, Ive Eiholzer, Mark Weidmüller, Jürg Nutz, Mark Bee
 
16mm - sw - 38 Minuten
nur Musik

   
 

Ein visuelles Epos über unterschwellige Sehnsüchte und die Aesthetik des Leidens. Ein Werk mit atmosphärischen Bildern und Tönen, das der Retina, dem Trommelfell und der Seele gewidmet ist.
 
Der junge Eskimo - das Meer scheint ihn eines Tages angespült zu haben, an irgend einen Ort, der von Gott und der Zeit vergessen worden ist. An seinen Fingern klebt die Zeit, die man gemeinhin das Leben nennt. Drei Schritte hinter ihm hüpft der Parasit des ewigen Leidens.
 
In dieser entrückten Sphäre setzt die Geschichte an, den Schwerpunkt bilden dabei eine Reihe von Episoden, in denen das Schicksal des jungen Mannes seinen Lauf nimmt: in einer sonderbaren Welt, die ihre eigenen Gesetze kennt.
 
1. Begrüssung und Ouvertüre
 
2. Der Prolog:
,,Der Zahn der Zeit - Vier Kapitel aus der Geschichte der Zivilisation"
a. „Tod und Verderben im Abendland“
b. „Leidenschaft und Ekstase“
c. „Technologie und Strategie im Alltag"
d. „Die neue Welt - New Jersey 1957"
 
3. Der junge Eskimo. Das Psychodrama.

   
 

«Das Gefühl einer Welt, die kaputt und am Ende ist. Dies rigoros nur in schwarz-weisse Bilder gefasst, in Geräusche und Töne, und deshalb schwierig in Worte zu bringen. ,Vierzig Minuten lang Herzklopfen', hat ein Freund zu mir gesagt.» Basler Zeitung
 
«Die Bedeutung dieses experimentellen und intensiv sinnlichen Films ergibt sich aus der Gegenüberstellung der dokumentarischen ,Fragmente verlorener Zeit' und der Fragmente aus dem Leben des jungen Eskimos. Ein Spannungsfeld zwischen Historie und Individualität, die vorgeprägt und damit auch eingeengt ist. Noch selten ist mit derart filmischer Intensität die Situation des Menschen als Gefangener der Menschheitsgeschichte dargelegt worden.» Zoom
 
«... auch am Schluss, wenn der ,Eskimo' mit einem Koffer in der Hand sich wieder davonmacht, hinaus ins Meer geht, begleitet von faszinierend fremden Klängen: dem Gesang der Walfische. Dazwischen liegen verstörende Erfahrungen, denen die Hauptfigur in einer unwirtlichen Gegend am Rande der Stadt ausgesetzt ist und die der Film in Bilder von halluzinatorischer Klarheit fasst (...) Endzeitstimmung, Bedrohung liegt über Volkarts Film, dem es dennoch gelingt, offen zu bleiben, ohne sich im Ungefähren zu verlieren. Ohne Dialoge, nur unter Verwendung von Geräuschen und Musik, evoziert der Film Szenen einer scharf umrissenen surrealen Wirklichkeit, deren Konkretheit die zwingende Logik von Traumbildern aufweist. Von Traumbildern, die sich mit visionärer Eindringlichkeit im Bewusstsein festsetzen.» Neue Zürcher Zeitung
 
«Der vibrierendste, stärkste Schweizer Experimentalfilm der letzten Jahre.» Tages-Anzeiger

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