Dreissig Jahre

 

Schweiz 1989

 
 
Dreissig Jahre

Regie: Christoph Schaub
Drehbuch: Martin Witz, Christoph Schaub
Kamera: Patrick Lindenmaier
Schnitt: Fee Verena Liechti
Musik: Andrea Caprez, Thomas Bächli
Ton: Felix Singer, Dieter Lengacher
Mit: Stefan Gubser, Làszlò Imre Kish, Joey Zimmermann, Barbara Melzl, Alfred Meier
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
Dialekt + Deutsch

   
 

Es war die Zeit, da waren wir drei ... das Zentrum der Welt, Geheimbund für das ,andere Leben'. Die Tage kamen und gingen, ohne dass jemand fragte wohin. Die erste gemeinsame Wohnung, die gemeinsame Haushaltkasse...
Die Zeit der tausend Möglichkeiten, eine ver-lockender als die andere. Die Philosophie, die Politik, die Liebe. Die Zeit der Wörter.
Franz, Thomas, Nick, sie sind Freunde seit ihrer Jugend. Jetzt sind sie Dreissig...
Wo man aufpassen muss, wie man sich dem Ernst des Lebens entzieht. Franz widersetzt sich mit Schlauheit und Charme dem Verlust der jugendlichen Unbekümmertheit.
Aber nur wenige Glückliche träumen so tief, dass sie sich nicht bedrängen lassen.
Für Nick und Thomas gibt es jetzt mehr zu erledigen als damals, auch Bedeutsameres, und sie tun es erstaunlicherweise so, als wäre es selbstverständlich. Woher diese traumwandlerische Sicherheit?
,Wir wollten Spuren hinterlassen, die Welt verändern' ... Wenn das nicht mehr möglich sei, sagt Thomas, dann hätte alles keinen Sinn.
Franz: ,Der Weise soll auf dieser Welt Geschäftigkeit und Taumel meiden...‘

   
 

«Um drei Personen, drei Männer, geht es im für mich besten Film dieser Hofer Filmtage: Franz, Nick und Thomas sind die Protagonisten und Anti-Helden, die erkennen müssen, dass von den Träumen, die sie vor zehn Jahren hatten, nicht viel geblieben ist; dass sie immer mal wieder und irgendwo in den letzten zehn Jahren bedenkenlos und fast leichtsinnig Entscheidungen getroffen haben, die ihr ganzes künftiges Leben bestimmen. Christoph Schaub hat genau den Punkt getroffen, an dem Franz, Nick und Thomas sich ihrer selbst bewusst werden und noch einmal anhalten zwischen Trauer, Verzweiflung und ein bisschen Hoffnung.» Basler Zeitung, Peter W. Jansen
 
«DREISSIG JAHRE ist ein Film für das grosse Publikum... von poetischer Mehrdeutigkeit, eine sensible, erwachsene Vision des brüderlichen Zusammenlebens dreier Männer» O Capital, Lisboa
 
«Schaub beschreibt mit Zartgefühl und Humor, mit Leichtigkeit und Wortwitz einen durch die ökonomischen Verhältnisse nicht abgetöteten Jungmännertraum von der Freundschaft. (...) Ein romantischer Film: Ein Hohes-Lied auf die Poetisierung der Lebenswelt, in der einer dem anderen Halt ist und ihn an seine wahren Träume erinnert; an die Lebens-Kunst (...) Es ist erstaunlich und auch sehr schön, dass so auf die vielfältigste, phantasievollste, teilnehmendste Art und Weise immer wieder der eigenen, jüngsten Vergangenheit und ihrer verfehlten, deshalb unabgegoltenen möglichen Zukunft gedacht wird. Was einst ,Züri brännt' bedeutete, ist in vielen Schweizer Filmen noch nicht erloschen; die Wahrheit der damaligen Utopie glimmt weiter unter den jetzigen Verhältnissen.» Frankfurter Rundschau
 
«Zärtlich und bittersüss...» TSR, 5pécial Cinéma

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