Nobody's Business

 

USA 1996

 
 
Nobody's Business

Regie: Alan Berliner
Drehbuch: Alan Berliner
Kamera: Phil Abraham, Alan Berliner, David W. Leitner
Schnitt: Alan Berliner
 
35mm - Farbe - 73 Minuten
Englisch/deutsche Untertitel

   
 

Angestachelt von der Ignoranz des Vaters forscht Alan Berliner seiner Familiengeschichte nach. Die ersten Anstrengungen sind eher komisch, vergleichbar mit dem Versuch, einen Stein zum Sprechen zu bringen. Der Vater weigert sich zu verstehen, warum seine Lebensgeschichte irgendjemanden interessieren sollte, andrerseits findet er auch, «thats nobody's business», das geht niemanden was an.
Doch unerschütterlich konfrontiert ihn der Filmemacher-Sohn mit einer Vielzahl von Strategien, um ihn zum Sprechen zu bringen (Ahnenforschung, geschickt gewählte Ausschnitte aus alten Familien-filmen etwa oder bohrende Fragen nach der elterlichen Scheidung...).
Und so wird der Vater mehr und mehr zum – widerstrebenden – Mittelpunkt einer ergreifenden und subtilen Familiengeschichte: Von den Hoffnungen seines Grossvaters, der einst seinen Sohn aus der Talmudschule nach Amerika entliess, über die pastellfarbene Familienidylle auf den Homemovies der 50er bis zur verbitterten Einsamkeit im Alter spannt sich der Bogen. Es entsteht eine aussergewöhnliche Biographie, in deren Wirbel von Konflikten und Gefühlen zwischen Vater und Sohn sowohl Humor als auch Pathos Platz haben – ein mitreissender Schlagabtausch zweier Sturköpfe: rasant, komisch und berührend.
Die Vergangenheit trifft auf die Zukunft, die Generationen stossen aufeinander, die Grenzen des Familienlebens werden verschoben, gezogen, gedehnt, zerrissen und – überraschenderweise – auch gewahrt.
Das mit allen Haken und Ösen geführte Gespräch zwischen Vater und Sohn erschliesst dabei nicht allein die Geschichte der jüdisch-amerikanischen Einwandererfamilie Berliner, sondern vor allem die Beziehungen der beiden. Und die ist nun wirklich «Everybody's Business.»

   
 

«Der amüsanteste und aufschlussreichste Sohn-Vater-Dialog, der je im Kino zu sehen war!» WoZ WochenZeitung
 
«Witzig, pointiert ... ein Film von ungewöhnlichem Charme und stilistischem Temperament, bewegend und offenherzig.» Variety
 
«Gleichzeitig anrührend, komisch, traurig und extrem unterhaltsam.» Stadt Revue Köln
 
«Brillant komisch und bohrend realistisch.» USA Today
 
«... dieser unübertroffene, feine, kluge, tragische, jüdische Humor... Selten war ein Dokumentarfilm so lebendig, visuell und pointiert. Was für eine schöne Kunst!» DeutschlandRadio
 
«Berliner macht die intensive Qual, Ambivalenz und Liebe in Familienbeziehungen auf dramatische Weise lebendig.» Film Comment
 
«Brillant montierte Familienchronik – ein Überraschungstreffer!» Der Spiegel

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