Zugvögel ... Einmal nach Inari

 

Deutschland 1998

 
 
Zugvögel ... Einmal nach Inari

Regie: Peter Lichtefeld
Drehbuch: Peter Lichtefeld
Kamera: Frank Griebe
Schnitt: Bernd Euscher
Musik: Christian Steyer
Mit: Joachim Król, Outi Mäenpää, Peter Lohmeyer, Peter Franke, Kati Outinen, Kari Väänänen, Nina Petri
 
35mm - Farbe - 87 Minuten
Deutsch

   
 

Hannes ist ein schüchterner Bierfahrer und Hobbyfahrplanexperte. Eines Tages lässt er sein tristes Leben hinter sich, um im nordfinnischen Ort Inari am ersten Wettbewerb für Eisenbahnexperten und Kursbuchverbindungen teilzunehmen. Er begibt sich auf eine schicksalhafte Zugreise in Richtung Polarkreis.
Während er – ahnungslos – gar als Mordverdächtiger von einem Polizeikommissar verfolgt wird, begegnet er auf der Zugreise seiner grossen Liebe sowie einigen weiteren Reisenden, die seine Wahrnehmungen schärfen und beeinflussen. Auf der Folie einer (Kriminal-)Komödie entwickelt sich ein mal träumerisch-verschmitztes, mal subtil-poetisches Spiel um Reisen und Begegnungen, während dem sich die Menschen verändern und zum Einklang mit sich und ihrer Umgebung zurückfinden.
Ein Film, der zeigt, dass der beste Weg im Leben nicht immer der schnellste ist...
 
Hauptdarsteller Joachim Król ist bei uns bekannt geworden durch seine Rolle in Der bewegte Mann: Er spielte den ebenso leidenschaftlich wie hoffnunglos in einen Hetero verknallten Schwulen Norbert Brommer. Król war des weiteren zu sehen in Filmen von Detlev Buck, Doris Dörrie, Tom Tykwer, Sönke Wortmann oder Helmut Dietl.
 
ZUGVÖGEL erhielt zahlreiche wichtige Auszeichnungen: den Preis der deutschen Filmkritiker, den Preis der Europäischen Studiokinos und beim deutschen Filmpreis das Filmband in Silber für den besten Film sowie je ein Filmband in Gold für die beste Kamera und den besten Nebendarsteller.

   
 

«Man möchte einfach nur hinsehen. Geradezu eine Neugeburt des deutschen Kinos aus den finnischen Wäldern. Das Ergebnis ist komisch, ohne Komödie zu sein, ergreifend, ohne sentimental zu sein, spannend, ohne verwickelte Krimiplots zu bemühen. Und: Peter Liechtefeld kann erzählen!» Stadtrevue Köln
 
«Ein Fest für Kaurismäki-Fans.» Saarbrücker Zeitung
 
«... und könnte doch verschiedener nicht sein. Wo Kaurismäki seine Akteure von einer herzzerreissenden Trostlosigkeit in die nächste steuert, wird Lichtefelds Film behutsam wärmer. Immer wärmer, je weiter er nach Norden kommt: ein Sog. Ein Zärtlichkeitssog – ja, hätte Lichtefeld seine Kamera noch bis zum Nordpol vorangetrieben, hätten sich womöglich die Eisberge aufgelöst vor unseren Augen.» Tagesspiegel
 
«Nicht zuletzt auch ein Film über die Zeit, auch über die Lebenszeit der Menschen, die sie zu füllen versuchen – mit Reisen und Begegnungen, mit Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit, aber auch mit der Bereitschaft, ein Ziel aus den Augen zu verlieren, wenn die Schönheit des Weges lockt.» Filmdienst
 
«Seit Hitchcocks ‚The Lady vanishes‘ gab es im Kino lange keine so originelle Eisenbahnfahrt mehr zu sehen, und wie sich hier Komödie, Krimi und Liebesgeschichte ineinander verzahnen, das gehört zu den geglücktesten Momenten des Kinos – nicht nur in Deutschland!» Rheinische Post
 
«Król ist komisch, weil er die Tatkraft verweigert. Niemand sonst kann im deutschen Kino so hinreissend zögern.» Die ZEIT

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