Die Zeit mit Kathrin

 

Schweiz 1999

 
 
Die Zeit mit Kathrin

Regie: Urs Graf
Kamera: Otmar Schmid, Werner Schneider, Björn Lindroos
Schnitt: Urs Graf
Musik: Alfred Zimmerlin
Ton: Martin Witz
Mit: Katharina Bohny, Jürg Schneckenburger, Zbigniew Mich, Kristina von Holt, Michael Finger, Muriel Wenger, Peter Danzeisen, Nikola Weisse, Manni Wintsch
 
35mm - Farbe - 96 Minuten
Deutsch und Dialekt

   
 

Die Bretter und die Welt.
Der Weg eines Mädchens zur selbstbewussten jungen Frau.
 
In einer Broschüre der Schauspielschule steht: «Wir erwarten von den Schülern und Schülerinnen auch, dass sie den Freiraum der Schule nutzen, um die Rolle zu erkunden, die sie in ihrem Leben spielen – aber auch das, was ihnen fremd ist – Vorstellbares und Unvorstellbares.»
Und: «Man sagt: Die Schauspielschule ist ein Ort, wo erforscht wird, was der Mensch ist und was er darüber hinaus noch alles sein könnte.»
 
Man sagt, der Film sei erfunden worden, damit man jemanden ohne Hemmungen anschauen kann – damit man hinschauen kann, ohne dabei dem Blick des anderen ausgesetzt zu sein.
 
Kathrin sagt: „Wir sollen lernen, alles wahrzunehmen, was mit uns geschieht und wir sollen lernen, uns nicht ständig zuzuschauen, bei dem was wir tun.“
„Bald wird dir nichts mehr selbstverständlich sein,“ sage ich.
Sie sagt: „Aber das ist doch gerade das Spannende daran.“

   
 

«Auf den ersten Blick dokumentiert DIE ZEIT MIT KATHRIN von Urs Graf vier knallharte Ausbildungsjahre an der Schauspielakademie Zürich. Aber in diesem Film geht es letztlich allein um Kathrin – um das reizende Persönchen, das zu einer Persönlichkeit wird. Kathrin Bohny muss gegen etwas ankämpfen, für das sie unzählige Frauen beneiden: gegen ihre natürlich-betörende Ausstrahlung, die sie reizend, aber auch verletzlich macht.» Neue Mittelland Zeitung, Dora Meschini
 
«Der Weg eines jungen Menschen, der seine Möglichkeiten Schritt für Schritt erkundet und sich seiner bewusst wird. Eine tief berührende, fesselnde Begegnung mit einer jungen Frau.» Der Bund, Fred Zaugg
 
«In diesem Dokumentarfilm gibt es Szenen von einer Intensität, wie man sie gerne in unseren Spielfilmen sähe.» Basler Zeitung, Christoph Heim
 
«In vielfältigen, feinen Nuancen erfasst der konzentrierte Blick des Regisseurs, wie im Mädchen die Frau heranwächst, die ihre Wünsche und Probleme unversehens mit Ernst und Standfestigkeit vertritt. Am Ende des Films möchte man sich am liebsten zur Schauspielschule anmelden, zu diesem verrückten, brotlosen Gewerbe, weil man beglückend miterfahren hat, wie es sich lohnt, auf das eigene, ganz Persönliche zu setzen. DIE ZEIT MIT KATHRIN war der subtilste Film dieser Filmtage gegen den Zeittrend zum flexiblen Menschen.» Tages-Anzeiger, Andreas Furler
 
«In sorgfältigen, streckenweise betörend schönen Bildern dokumentiert der Film den Prozess einer sehr persönlichen, intimen Entwicklung und macht einsichtig und nachvollziehbar, wie ein junges, unbeschwert kokettierendes Mädchen zur Frau und bewusst ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten reflektierenden Schauspielerin heranreift, ohne ihre natürliche Ausstrahlung zu verlieren. Ein in mancher Beziehung beglückender Film.» FILM/Zoom, Franz Ulrich

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