Die innere Sicherheit

 

BRD 2000

 
 
Die innere Sicherheit

Regie: Christian Petzold
Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki
Kamera: Hans Fromm
Schnitt: Bettina Böhler
Musik: Stefan Will
Mit: Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller, Günther Maria Halmer, Bilge Bingül, Katharina Schüttler
 
35mm - Farbe - 102 Minuten
Deutsch

   
 

Seit 15 Jahren leben die Eltern im Untergrund. Tarnen sich zwischen den anonymen Touristen an den Atlantikstränden Portugals.
Damals haben sie ein Tabu gebrochen: Sie haben eine Tochter gezeugt. Ein Mädchen, das nie die Schule besucht hat, das nie die Klamotten mit ihren Freundinnen tauschen konnte, das nie den Unterricht schwänzte, durch die Städte streifte und in Eiscafés erste Rendez-vous hatte.
Die Eltern sind kurz davor, sich eine halbwegs legale Identität irgendwo in Brasilien zusammenzubasteln, als durch eine kleine Unaufmerksamkeit all das zusammenbricht.
Noch einmal müssen sie fliehen und ihre Flucht
führt sie nach Deutschland.
Währenddessen hat Jeanne, ihre Tochter, begonnen, sich zum ersten Mal in ihrem Leben zu verlieben. Eine Liebe, die zu einer Tragödie führt und die Familienzelle zerstören wird.
 
DIE INNERE SICHERHEIT wurde am Filmfestival von Venedig uraufgeführt und war seither an allen renommierten grossen Filmfestivals der Welt zu sehen. Regisseur Christian Petzold erhielt für DIE INNERE SICHERHEIT den deutschen Filmpreis in Gold für den besten Film des Jahres.

Der jungen Julia Hummer gelang mit der Rolle der Tochter Jeanne der grosse Durchbruch, für Barbara Auer und Richy Müller ist die herausragende Arbeit in DIE INNERE SICHERHEIT ein wichtiger Schritt in ihrer Schauspielerkarriere.

   
 

«Die Alten wollen die Vergangenheit abschütteln, die Jugend will Gegenwart – beides zugleich geht nicht. Mit eben dieser Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen hantiert der Film virtuos.» Der Falter, Wien
 
«Unaufgeregt, unspektakulär und präzise entwickelt Petzold das psychologische Korsett seiner Figuren. Statt des im deutschen Film oft üblichen Wortmülls oder tiefgründelnden Psycho-Blablas reichen hier oft kleine Blicke und Gesten, die für die passende Stimmung sorgen.» Der SPIEGEL

«Endlich scheint es auch in Deutschland möglich zu sein, Geschichten zu erzählen, die sich den brisanten Themen mutig, emotional und verwundbar stellen.» FOCUS
 
«DIE INNERE SICHERHEIT ist in einem Atemzug politisch unglaublich konkret und menschlich ungeheuer eindringlich.» Die Welt
 
«Einen Film wie diesen hat die so genannte Debatte um 68 und die Folgen gar nicht verdient. Er fragt nicht nach Schuld, fordert keine Sühne, verweigert sich den einfachen Antworten, aber stellt die richtigen Fragen: Was bleibt übrig von den Utopien, wie viel taugen sie für den Alltag und dazwischen die alte existenzielle Frage, wofür man sich entscheiden würde, wenn man wählen müsste zwischen dem Leiden und dem Nichts.» Süddeutsche Zeitung

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