La ciénaga

 

Argentinien 2000

 
 
La ciénaga

Regie: Lucretia Martel
Drehbuch: Lucretia Martel
Kamera: Hugo Colace
Schnitt: Santiago Ricci
Mit: Mercedes Morán, Graciela Borges, Martín Adjemian, Sofia Bertolotto, Juan Cruz Bordeu, Daniel Valenzuela
 
35mm - Farbe - 102 Minuten
Spanisch / d+f UT

   
 

«Der beste Film, den ich dieses Jahr gesehen habe. Ich notiere mir den Namen Lucrecia Martel in der Liste meiner Lieblingsregisseure.» Pedro Almodovar
 
Februar im Nordwesten Argentiniens. Glühende Sonne, tropische Gewitter. Auf den Feldern bleibt das Wasser stehen und verwandelt den Boden in sumpfigen Morast – tödliche Fallen für grössere Tiere und Brutstätten für Ungeziefer jeder Art.
Hier verbringt Mecha den Sommer, eine Frau in den 50ern mit vier Kindern, einem Mann, der sich die Haare färbt und mit den ‚üblichen Dienstbotenproblemen‘. Nichts, was ein paar Drinks nicht heilen könnten. Oder, wie Tali sagen würde: In diesem Hause ist der Alkohol der liebste Gast. Tali ist Mechas Cousine. Sie hat auch vier Kinder und einen Mann, der sein Haus und seine Kinder liebt und ein leidenschaftlicher Jäger ist.
 
Um der Hitze zu entfliehen, haben sich die beiden Familien auf den Landsitz La Mandragora zurückgezogen, dessen Glanz längst verblichen ist: Am Rande eines schmutzigen Pools feiert eine dekadente Gesellschaft nichtsahnend ihren eigenen Untergang, der diesen Menschen in Form von Verletzungen schon längst auf die Körper und Gesichter geschrieben ist.
 
Doch das Leben geht weiter, mit seinen körperlichen Wunden und inneren Verwundungen.
Ein Unfall hat die beiden Familien in La Mandragora für die Glut eines Sommers verbunden. Dort haben sie versucht, zu überleben. Doch nicht alle haben es geschafft.

   
 

«Gewaltig, dicht und einfallsreich! LA CIÉNAGA ist getragen von einer enormen Lust am Kino und von der Kunst, autobiographische Elemente mit einer geglückten Erzählung meisterhaft zu verschmelzen.» Les Inrockuptibles
 
«... von einer unvergesslichen Kraft. Diese Hardcore-Familiengeschichte ist eine begeisternde Ueberraschung! Jede Einstellung scheint von weit her zurückzukommen – ebenso rätselhaft und unerschöpflich wie eine Kindheitserinnerung. Die Vollkommenheit von Tempo und Stil ist so offensichtlich wie zwanglos, natürlicher Ausdruck einer wirklich persönlichen und erlebten Welt.» Libération
 
«LA CIENAGA zeichnet ein mehr als unheimliches Bild des heutigen Argentinien (...) Mit perfekt gemeisterter Technik baut Lucrecia Martel ihre Einstellungen, ihre Szenen auf. Schneidet hier einen Körper aus, verschiebt dort den Rahmen. Oder verschweigt ein Ereignis, eine Erklärung. Die Körper berühren sich, reiben sich aneinander in einer rohen Sinnlichkeit.» Le Courrier
 
«Lucrecia Martel zeichnet das Bild einer im Zerfall begriffenen Gesellschaft, in der ‚nichts funktioniert, aber alles läuft‘. Sie wirft einen schonungslosen Blick auf ein Land, das langsam aber sicher versumpft. Dokumentarischer Blick und schwarzer Humor sind untrennbar miteinander verknüpft in diesem Film, der sich bewusst vom lateinamerikanischen ‚magischen Realismus‘ absetzt. Ein ebenso unbequemer wie einzigartiger Film.» LE TEMPS
 
«Ein Gründungsklassiker des Neuen Argentinischen Kinos und eines der eindrucksvollsten Debüts des Gegenwartskinos.» Alan Pauls

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