Birdseye

 

Schweiz 2002

 
 
Birdseye

Regie: Mike Huber, Stephan Beckner
Drehbuch: Stephan Beckner, Mike Huber
Kamera: Thomas Wüthrich
Schnitt: Markus Welter
Mit: R. Lee Ermey, Fred Ward, Stefan Kurt, Fred Koehler, Amy Hathaway, Johnny Whitworth, Stephanie Glaser, Mike Müller, Michael Horse, Jaimz Woolvett
 
35mm - Farbe - 90 Minuten
Englisch+Dialekt/d+f UT

   
 

Urs Vogelaug alias Birdseye (Stefan Kurt), ein mysteriöser Schweizer Künstler mit dubioser Vergangenheit, taucht in Amerika unter. Ein Ex-Playboy-Nackedei (Amy Hathaway) und ihr eifersüchtiger Liebhaber (Johnny Whitworth), landen wegen dessen Entführung und angeblicher Ermordung hinter Gittern. Wilde Spekulationen und Anschuldigungen überschatten die Untersuchungen. Die geradezu fanatische Anteilnahme der Öffentlichkeit und Gerüchte über Birdseyes gespenstische ‚Auferstehung‘ lassen einen wahren Medienrummel eskalieren.
 
Der eigentliche Held der Geschichte, Sheriff Nolan Sharpless (Fred Ward), sieht sich mit der schwierigsten Aufgabe seiner Karriere konfrontiert: Wie löst man einen Mordfall, dessen vermeintliches Opfer zum erstaunlich lebendigen Mythos auferstanden ist? Nolan riskiert alles. Bald verfängt er sich in einem Netz von Zeugen und Verdächtigen, die sich, um selber im Rampenlicht zu stehen, schamlos der Birdseye-Legende bedienen. In die Enge getrieben, greift Nolan zum Äussersten: Er ernennt seinen 16-jährigen Sohn Ben zum inoffiziellen Mitarbeiter.
 
Bewaffnet mit Notizblock und Taschenlampe steht Ben seinem Vater zur Seite: Er kehrt die Scherben von Nolans besessener Suche nach Wahrheit zusammen und rekonstruiert die Wendepunkte des Falls. Bis zum bitteren Ende leistet Ben seinem Vater Beistand. Dieser muss sich schliesslich entscheiden - zwischen der ungeschminkten Wahrheit oder einer ebenso grossartigen wie unverfrorenen Lüge.

   
 

«Eine transatlantische Krimi-Odyssee – ein verspielter Grenzgang zwischen Fiktion und Realität, der sich in die Mechanismen der Massenmedien einklinkt und dabei im frischen Tempo eines Roadmovie sämtliche amerikanischen Mythen auf den Grössenwahn schweizerischen Kleinmeiertums prallen lässt.» Neue Zürcher Zeitung
 
«Unterhaltender Schweizer Film mit Tiefgang. BIRDSEYE überzeugt, weil analytischer Anspruch und Unterhaltungswert bestens kombiniert sind.» BLICK
 
«Der Film hat den Reiz der bizarren Ironie, mit der er die medial verwurstete Welt karikiert und einen Sheriff Sharpless dem in Colorado Springs und der weiteren Umgebung lebendigen Mythos des verschwundenen Schweizers Urs Vogelaug hinterherhecheln lässt. Das ist ein guter rätselhafter Witz. Zum Kinobesuch wird geraten, schon wegen der noch nie erzählten Geschichte von der Bedeutung Karl Mays für die amerikanische Kriminalistik.» Tages-Anzeiger
 
«BIRDSEYE zitiert, parodiert, irritiert und animiert. Er spielt witzig mit dem Thriller-Genre und macht sich über diverse Medienauswüchse lustig. Der Film erinnert etwa an ‚Missing Ellen‘ oder an ‚The Blair Witch Project.» TR7
 
«Wieder kann man frohe Kunde tun, dass nach Marc Forster und Xavier Koller erneut ein Schweizer in Hollywood Zeugnis davon ablegt, dass er das Handwerk beherrscht und von den Gesetzen der bedeutenden Filmindustrie gelernt hat.» Neue Luzerner Zeitung

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